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Was ist Lohnfertigung?

Definition, Vorteile und Ablauf der Lohnfertigung — alles was Sie wissen müssen, bevor Sie CNC-Teile extern fertigen lassen.

Definition

Lohnfertigung einfach erklärt

Lohnfertigung (auch: Lohnbearbeitung, Contract Manufacturing) bedeutet, dass ein spezialisierter Fertigungsbetrieb — der Lohnfertiger — Bauteile im Auftrag eines Kunden herstellt. Der Auftraggeber liefert Zeichnungen oder 3D-Modelle, der Lohnfertiger übernimmt Programmierung, Fertigung und Qualitätsprüfung.

Im Unterschied zur Eigenfertigung benötigt der Auftraggeber keine eigenen Maschinen, kein geschultes Fachpersonal und keine CNC-Programmierkenntmisse. Lohnfertigung ist damit eine industrielle Dienstleistung, die Flexibilität schafft und Investitionsrisiken minimiert.

Vergleich

Eigenfertigung vs. Lohnfertigung

Die Entscheidung zwischen Eigenfertigung und externer Lohnfertigung hängt von Stückzahlen, Budget und Kernkompetenzen ab.

Investition
Keine Maschinen nötig
Flexibilität
Bedarfsgerecht skalierbar
Know-how
Expertenwissen inklusive
Geschwindigkeit
Sofort einsatzbereit
Verfahren

Arten der Lohnfertigung

CNC-Drehen

Rotationssymmetrische Teile wie Wellen, Bolzen, Buchsen. Auf modernen CNC-Drehmaschinen mit angetriebenen Werkzeugen.

CNC-Fräsen

Prismatische Bauteile, Gehäuse, Platten. 3-Achs und 5-Achs-Simultanbearbeitung für komplexe Geometrien.

Komplettbearbeitung

Drehen, Fräsen, Bohren und Gewinde in einer Aufspannung. Reduziert Umspannfehler und Durchlaufzeit.

Langdrehen

Filigrane, schlanke Teile bis Ø 32 mm auf Langdrehmaschinen. Ideal für Medizintechnik und Elektronik.

Häufige Fragen zur Lohnfertigung

Lohnfertigung ist eine industrielle Dienstleistung, bei der ein spezialisierter Betrieb (Lohnfertiger) Bauteile im Auftrag eines Kunden herstellt. Der Auftraggeber liefert die Konstruktionsdaten, der Lohnfertiger übernimmt die komplette Fertigung auf seinen CNC-Maschinen.

Ja, Lohnfertigung ist eine industrielle Dienstleistung. Der Lohnfertiger stellt seine Maschinen, sein Know-how und sein Personal zur Verfügung. Der Auftraggeber trägt kein Investitionsrisiko für Maschinen und profitiert von der Spezialisierung des Fertigers.

Ein Lohnfertiger ist ein spezialisierter Fertigungsbetrieb, der im Auftrag anderer Unternehmen Bauteile herstellt. Er verfügt über einen modernen Maschinenpark, geschultes Personal und ein Qualitätsmanagementsystem (z.B. ISO 9001).

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Im engeren Sinne stellt bei der Lohnfertigung der Auftraggeber das Material bei, bei der Auftragsfertigung beschafft der Fertiger das Material selbst. In der Praxis bieten die meisten Betriebe beides an.

Keine Investitionskosten für Maschinen, Zugang zu modernen CNC-Technologien, flexible Kapazitätsanpassung, reduziertes Risiko, kürzere Time-to-Market und Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen.

Lohnfertigung wird branchenübergreifend eingesetzt: Maschinenbau, Automotive, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Lebensmitteltechnik, Elektrotechnik und Sondermaschinenbau. Die Anforderungen an Materialien, Toleranzen und Dokumentation werden branchenspezifisch angepasst.

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