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Was kostet CNC-Drehen?

Transparente Kalkulation statt Blackbox — wir erklären, welche Faktoren den Preis bestimmen, wie Stundensätze zustande kommen und wie Sie Ihre Drehteile wirtschaftlicher fertigen lassen.

Kostenfaktoren

Was bestimmt den Preis?

Der Preis eines CNC-Drehteils setzt sich aus vier Hauptfaktoren zusammen: Rüstzeit, Zykluszeit, Materialkosten und Programmieraufwand. Je nach Komplexität und Stückzahl verschiebt sich das Verhältnis dieser Faktoren.

Bei Einzelteilen und Prototypen dominiert die Rüstzeit den Preis — die Maschine muss eingerichtet, Werkzeuge gewechselt und das Programm eingefahren werden. Bei Serien ab 100 Stück wird die Zykluszeit pro Teil zum entscheidenden Faktor.

Rüstzeit
25–40%
Zykluszeit
30–50%
Material
15–25%
Programmierung
5–15%
Stundensätze

Maschinen-Stundensatz

Der Maschinenstundensatz variiert je nach Maschinentyp, Komplexität der Bearbeitung und Ausstattung. Unsere Sätze basieren auf DMG Mori NLX 2000|SY und Traub TNL 32 — moderne CNC-Drehzentren mit angetriebenen Werkzeugen und Y-Achse.

BearbeitungstypStundensatz
Einfache Drehbearbeitung45–65 €/h
Komplexe Geometrien65–85 €/h
Komplettbearbeitung (Drehen + Fräsen)75–95 €/h
Stückzahl & Preis

Mehr Stück = weniger pro Teil

Die Rüstkosten verteilen sich auf alle Teile einer Serie. Bei 1 Stück trägt das einzelne Teil die vollen Rüstkosten (oft 75–80% des Preises). Bei 500 Stück sind es nur noch wenige Cent pro Teil.

Ab ca. 500 Stück setzen wir den Stangenlader ein — dann läuft die Fertigung mannlos rund um die Uhr. Das senkt den Stückpreis nochmals deutlich, weil keine Bedienerkosten anfallen.

Spartipps

So werden Drehteile günstiger

1

Toleranzen prüfen

Nicht jede Fläche braucht IT6. Wo ISO 2768-m reicht, sparen Sie Mess- und Bearbeitungszeit.

2

Stückzahl bündeln

Bestellen Sie Jahresmengen in Abrufen statt Einzelbestellungen. Die Rüstzeit fällt nur einmal an.

3

Material wählen

Automatenstahl (11SMnPb30) statt Vergütungsstahl spart bis zu 30% Zykluszeit durch bessere Zerspanbarkeit.

4

Radien statt scharfe Kanten

Innenradien ab R0,5 mm lassen sich mit Standardwerkzeugen fertigen. Scharfe Ecken brauchen Sonderwerkzeuge.

5

Komplettbearbeitung nutzen

Drehen + Fräsen in einer Aufspannung spart Umspannzeit und eliminiert Positionsfehler.

6

Zeichnung optimieren

Eindeutige Maße, vollständige Toleranzen und klare Oberflächenangaben vermeiden Rückfragen und beschleunigen die Kalkulation.

FAQ

Häufige Fragen

Der Stundensatz liegt zwischen 45 und 95 Euro, abhängig von Maschinentyp und Bearbeitungskomplexität. Einfache Drehteile kosten 45–65 €/h, Komplettbearbeitung mit angetriebenen Werkzeugen 75–95 €/h.

Stückpreis = (Rüstkosten ÷ Stückzahl) + (Zykluszeit × Stundensatz ÷ 60) + Materialkosten. Bei Einzelteilen dominiert die Rüstzeit, bei Serien die Zykluszeit.

Bei Einzelteilen muss die komplette Rüstzeit (Maschine einrichten, Werkzeuge wechseln, Programm einfahren) auf ein einziges Teil umgelegt werden. Das macht oft 75–80% des Preises aus.

CNC-Drehen lohnt sich ab 1 Stück — die Frage ist nur der Stückpreis. Ab ca. 100 Stück sinkt der Preis pro Teil deutlich. Ab 500 Stück setzen wir den Stangenlader ein für mannlose 24/7-Fertigung.

Die größten Hebel: Toleranzen nur dort eng setzen wo nötig, Stückzahlen bündeln, gut zerspanbare Werkstoffe wählen und eine vollständige Zeichnung liefern die keine Rückfragen erzeugt.

Standardlieferzeiten betragen 3–5 Wochen je nach Komplexität und Stückzahl. Da unsere Maschinen konstant ausgelastet sind, gilt das auch für Einzelteile. Eilfertigung ist auf Anfrage möglich.

Drehteil kalkulieren lassen

Senden Sie uns Ihre Zeichnung — wir kalkulieren transparent und liefern ein faires Angebot innerhalb von 24 Stunden.

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